Die private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden Unfallfolgen – und zwar rund um die Uhr, auch in der Freizeit. Denn die gesetzliche Unfallversicherung schützt nur bei Arbeits- und Wegunfällen. Kernstück ist die Invaliditätsleistung; über die Progression steigt die Auszahlung bei schweren Dauerfolgen überproportional. Ein Vergleich lohnt sich, weil Gliedertaxe und Bedingungen stark variieren.
Die private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden körperlichen Unfallfolgen – rund um die Uhr, auch in der Freizeit, im Haushalt und im Sport. Das ist wichtig, weil die gesetzliche Unfallversicherung nur Arbeits-, Wege- und Schulunfälle abdeckt. Kern der Leistung ist die Invaliditätszahlung; über die Progression steigt sie bei schweren Dauerschäden überproportional.
Warum die gesetzliche Absicherung nicht reicht
Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit – beim Sport, im Haushalt oder im Straßenverkehr abseits des Arbeitswegs. Genau dort greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Eine private Police schließt diese Lücke und leistet unabhängig davon, wo und wie der Unfall passiert ist.
Die wichtigsten Leistungen
| Leistung | Zweck |
|---|---|
| Invaliditätsleistung | Einmalzahlung bei bleibender Beeinträchtigung – das Herzstück |
| Progression | überproportional höhere Leistung bei schwerer Invalidität |
| Unfallrente | monatliche Rente ab hohem Invaliditätsgrad |
| Todesfallleistung | Absicherung der Hinterbliebenen |
| Bergungs- und Rückholkosten | wichtig bei Sport- und Bergunfällen |
| Taggeld / Krankenhaus-Taggeld | Ausgleich während der Genesung (optional) |
Gliedertaxe und Invaliditätsgrad
Wie viel bei einem Dauerschaden ausgezahlt wird, ergibt sich aus der Gliedertaxe: Sie legt fest, welchem Invaliditätsgrad der Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Körperteils entspricht. Bessere Tarife bieten eine höhere Gliedertaxe – also mehr Leistung bei gleichem Schaden. Multipliziert mit Versicherungssumme und Progression ergibt sich die Auszahlung.
Progression – warum sie entscheidend ist
Die Progression (z. B. 225 %, 350 % oder 500 %) sorgt dafür, dass die Leistung bei schwerer Invalidität stärker steigt als der reine Invaliditätsgrad. Gerade schwere Dauerfolgen, die den größten finanziellen Bedarf auslösen, werden so deutlich besser abgesichert. Für Familien und Alleinverdiener ist eine hohe Grundsumme mit Progression meist wichtiger als viele kleine Zusatzbausteine.
Was beeinflusst die Prämie?
- Versicherungssumme und Progression: höhere Summe, höhere Prämie.
- Berufs- und Freizeitrisiko: körperliche Berufe und Risikosport kosten mehr.
- Zusatzbausteine: Unfallrente, Taggeld, Knochenbruch-Sofortleistung.
- Eintrittsalter: je nach Tarif preisrelevant.
Rechenbeispiel 2026
| Profil | Absicherung | Prämie (Richtwert) |
|---|---|---|
| Erwachsener, Bürojob | Grundsumme mit Progression 225 % | ca. 8–20 €/Monat |
| Erwachsener, mit Unfallrente | Grundsumme + Rente ab 50 % | ca. 20–40 €/Monat |
| Kind | hohe Grundsumme, Progression | oft günstige Beiträge |
Die Werte sind Richtwerte; der tatsächliche Beitrag hängt von Summe, Progression, Beruf und Bausteinen ab.
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